Jochen Hahn

Kurzprofil

Bewährter und anerkannter Organisator, Produzent und Veranstalter hochkarätiger kultureller Projekte aus allen Bereichen der Darstellenden und Bildenden Kunst. Er weiß stets seinen hohen inhaltlichen Anspruch mit seinen Erfahrungen als Geschäftsführer der Hahn Produktion GmbH zu deutlicher Effektivität zu verbinden. Er hat sehr früh den Bereich des alimentierten und durchsubventionierten Kunstbetriebes verlassen, um seine eigenen Vorstellungen von kulturellen Inhalten und deren professioneller Ermöglichung Gestalt werden zu lassen.

Auf Grund seines außergewöhnlichen interkulturellen Engagements ist ihm 2003 der Ukrainischen Staatsordens der Akademie der Wissenschaften und 2006 die Russische Puschkin Medallie verliehen worden

Ausbildung

Jochen Hahn wurde 1954 in Braunschweig geboren. Er beendete 1980 in München sein Universitätsstudium der Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik.

1985/86 kam eine Zusatzausbildung als Finanz- und Wirtschaftsberater hinzu.

Beruflicher Laufbahn

Schon während seines Studiums begann Jochen Hahn in den verschiedensten kulturnahen Bereichen zu arbeiten: als Bühnenarbeiter, Filmrequisiteur, Beleuchter, Regie- und Dramaturgieassistent. Als seinen "Theatervater" muss man George Tabori nennen, der es letztendlich initiierte, dass sich sein weiterer Werdegang bis heute auf inhaltlich künstlerische Konzeptionen, deren Finanzierung und Organisation konzentriert.

Jochen Hahn

Bis 2001 betrieb er und sein Team als Unternehmer ein eigenes Theater in München, die "Reithalle", ein Haus mit 800 Plätzen, das ihm vom Freistaat Bayern für 20 Jahre übertragen wurde und nun von seiner damaligen Frau weitergeführt wird. Hier wurde die jahrelange Zusammenarbeit mit berühmten Theater - Regisseuren wie Peter Brook, Peter Stein, Lev Dodin, Roberto Ciulli, aber in gleichem Maße die Arbeit mit innovativen jungen Künstlern fortgeführt. Als nichtsubventioniertes Haus müssen hier ständig finanzielle Ressourcen bei Stadt, Land, Bund, Stiftungen Wirtschafts- und Koproduktionspartnern akquiriert werden, was bis zum heutigen Tage erfolgreich gelingt.

Zudem hält Jochen Hahn immer wieder Kulturmanagement Seminare im In- und Ausland, ist Sachpreisrichter und Berater bei diversen Theaterrenovierungs- und Neubauprojekten von Peking über Moskau, Salzburg, München, Hellerau und Frankfurt.

Er war zudem künstlerischer Berater für fünf Ausstellungen im Themenpark der EXPO 2000. Hier galt es besonders im Vorfeld Machbarkeitsstudien zu erstellen, die Ausstellungen künstlerisch wertvoll um zu setzen, sowie eine effektive Infrastruktur und Marketingstrategie zu schaffen.

Neben dem Betreiben der "Reithalle" liegt ein weiterer, wesentlicher Schwerpunkt seiner Arbeit auf der Einbeziehung internationaler Künstler. Interkultureller Austausch ist beständiger und selbstverständlicher Bestandteil seiner Arbeit

In jeweils mehrjährigen Rhythmen entstanden so vielfältigste Koproduktionen, Gastspielreisen und Festivals mit und in Nordamerika, der ehem. UdSSR, der Ukraine, Georgien, Kasachstan, Kirgisien, Spanien, Italien, der Volksrepublik China und Südafrika.

Seit 2001 hat Jochen Hahn seinen Geschäftssitz nach Berlin verlegt. Nach dem Abschluss von CHINA FEST, dem ersten großen chinesischen Festival in Deutschland im September 2001 bereitete Jochen Hahn im Auftrag des Auswärtigen Amtes sein 23. Kulturfestival vor. Es wurden die „Russischen Kulturtage in Deutschland 2003/2004“, die nach den ersten großen Deutsch - Russischen Festivals 1988 und 1989 der derzeitige Höhepunkt dieser bilateralen Beziehungen wurden. Im selben Jahr organisierte er das erste russische Festival im Auditorium in Rom, dem 2008 dort auch das erste chinesische Festival folgte. Derzeit bereite er drei größere Kulturprojekte für die EXPO 2010 in Shanghai vor.